Mittwoch, 26. Januar 2011

Am Allerwichtigsten

Ist diese Erkenntnis, die ich eben habe. Eben, in diesem Augenblick.
Eben, zu dieser Stunde.


Für mich ist sie das Wichtigste auf der Welt denn sie erklärt alles.
Ich verstehe jetzt, wieso in meinem Leben so vieles schief gelaufen ist, was eigentlich hätte richtig laufen müssen.

Warum ich- obwohl ich doch so vieles habe, was man haben kann in meinem Alter, mich leer, kaputt und aufgegeben fühle.

Der Gru
nd, warum ich keine langen Beziehungen haben kann, warum ich andere Menschen in Sachen Nähe und Partnersuche nicht verstehen kann. Warum ich nicht weiß, wonach ich suche.

Zum Leben braucht man Glück, und zum Glück braucht man inneren Frieden und zu diesem widerum braucht man Liebe.
Dieses Wort, bei dem ich am liebsten kotzen möchte.

Ich hasse dieses Wort; denn es macht mir An
gst. Ich verstehe es nicht. Ich habe keine Ahnung was Liebe ist, man kann mich leicht damit hereinlegen denn ich kenne und verstehe ihre Signale nicht. Doch das ist nicht das schlimmste. Das könnte man lernen.
Doch um so etwas zu lernen, muss man Liebe selbst in sich tragen. Ich trage keine in mir.


Dank meiner Erziehung, vielen anderen Menschen in meiner Umgebung wurde ich zu einem kalten, gefühllosen Stein geformt, unfähig zu lieben oder Liebe anzunehmen. Meine Eltern lieben mich bestimmt. Jedoch mehr aus einer Art "Wahrung des Guten Rufs". Das merkt man daran, da
ss es ihnen nicht um mein persönliches Glück geht, sondern allein darum, wie sie nach außen hin auftreten. Ihr ganzes Leben ist eine einzige Farce und wer hinter die Fassaden schaut, sieht dort doch nur Herrschsucht und Angst.
Sie
haben mir nie gezeigt, wie Liebe geht,
jedenfalls hab ich es nie begriffen.


Und da stehe ich nun, 18 Jahre alt, und mein Leben ist sinnlos. Denn das, worum es im Leben eigentlich geht, werde ich nie erlangen.

Ich kann wahnsinnig gut analysieren, verstehe die meisten Menschen besser als sie sich selbst und bin eine Künstlerin im manipulieren. Damit kommt man gut durchs Leben denn man wird ja nicht von Liebe beeinflusst.
Klar- ich begehre.
Ich jage und bekomme meine Beute. Doch glücklich macht mich das alles nicht.
Immer mehr, immer öfter, immer schwieriger.
Nach spätestens einem Monat ist alles vorbei. Dann falle ich wieder ins Bodenlose. Einem Phantom hinterherjagend, zerstöre ich mich
Stück für Stück. Immer auf der Suche nach dem Ende, nach dem Ankommen, nach dem Hafen, der sicher ist, den ich so sehr brauche.
Ich brauche viel Action in meinem Leben, viel Wirbel. Um meine innere Leere zu betäuben. Und damit scheine ich interessanter als andere Menschen. Doch ich bin leer. S
o leer.

Und mir ist kalt. Diese geistige Kälte, die pure Berechnung, die zehrt an mir.

Immer öfter will ich mein Leben wegwerfen, dieses blöde Drama endlich abbrechen, immer öfter will ich mich einwickeln und einfach aufhören zu denken, zu atmen, zu existieren.
Ich mag diese Welt nicht. Denn was sich anderen erschließt, bleibt mir verwehrt.
Meine Welt ist grau.
Über mir erstreckt sich endlos weit ein kalter Himmel.
Wo ist das Glück hin
, das ich als Kind gefühlt habe, als wir wilde Schnitzeljagden und Unternehmungen gemacht haben?

Alles hat seine Farbe, seine
n Reiz für mich verloren. Und es spielt keine Rolle, wie viel ich je bekommen werde, oder verlieren werde denn materielles benutze ich nur um zu fangen, was ich ohnehin nie kriegen kann.

...Lieben und geliebt werden...


Wenn alles, was du erzähltest,
in Gold verwandelt würde,

Wenn alle
s, was du träumtest, neu wäre...
Stell dir vor, der Himmel hoch oben
wäre karibisch Blau...

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